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	<title>Der Ridge &#8211; Ridgeback International</title>
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	<lastBuildDate>Sun, 26 Apr 2026 10:16:58 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Der Ridge &#8211; Ridgeback International</title>
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		<title>Der Ridge &#8211; Qualzucht &#8211; Lösungsansätze</title>
		<link>https://mein.rr-club.de/knowledge-base/der-ridge-qualzucht-loesungsansaetze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 09:55:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die gezielte Analyse der Ridge-Gen-Sequenz 2.0, die Unterscheidung zwischen Folsäure und Folat in der Ernährung sowie die Erhaltung genetischer Vielfalt stellen die drei zentralen, wissenschaftlich fundierten Lösungsansätze zur Reduktion von Ridge-Fehlern und Dermoid Sinus beim Rhodesian Ridgeback dar. Podcast anhören TEIL 2 Hauptinhalt Die Standard-Ridgegen-Analyse (Groß-R/klein-r) liefert nur unvollständige Informationen über das tatsächliche Erscheinungsbild des [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Die gezielte Analyse der Ridge-Gen-Sequenz 2.0, die Unterscheidung zwischen Folsäure und Folat in der Ernährung sowie die Erhaltung genetischer Vielfalt stellen die drei zentralen, wissenschaftlich fundierten Lösungsansätze zur Reduktion von Ridge-Fehlern und Dermoid Sinus beim Rhodesian Ridgeback dar.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Podcast anhören TEIL 2</h3>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://mein.rr-club.de/wp-content/uploads/podcast_73189_rhodesian_ridgeback_gesundheit_forschung_episode_1531985_ridge_gen_teil_2.mp3"></audio></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Hauptinhalt</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Die Standard-Ridgegen-Analyse (Groß-R/klein-r) liefert nur unvollständige Informationen über das tatsächliche Erscheinungsbild des Ridges und das Risiko für Dermoid Sinus. Entscheidend ist die <strong>Ridge-Gen-Sequenz 2.0</strong>, die das Zusammenspiel von <strong>Enhancern</strong> (Aktivatoren) und <strong>Silencern</strong> (Unterdrückern) innerhalb der regulatorischen DNA-Bereiche erfasst. Eine &#8222;saubere&#8220; Sequenz mit wenigen Silencern führt zu stabil vererbten, standardkonformen Ridges und signifikant weniger Dermoid-Sinus-Fällen. Hunde mit &#8222;unruhiger&#8220; Sequenz (viele Silencer) vererben hingegen überdurchschnittlich häufig Ridge-Fehler und Dermoid Sinus. Interessanterweise können selbst ridgedominante Hunde (Groß-R/Groß-R) bei hoher Silencer-Aktivität keinen Ridge ausbilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die optimale Kombination zur Vermeidung von Problemen ist die Verpaarung zweier ridgedominanter Hunde mit jeweils sauberer Ridge-Gen-Sequenz. Entgegen verbreiteter Annahmen tragen nicht ridgedominante Hunde das höhere Risiko, sondern Kombinationen mit hoher Silencer-Belastung. Die Analyse der Ridge-Gen-Sequenz ermöglicht eine präzise Vorhersage der zu erwartenden Ridge-Qualität und des Dermoid-Sinus-Risikos einer Verpaarung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Lösungsansatz betrifft die Ernährung der Zuchthündin. <strong>Folsäure</strong> ist die synthetische Form des Vitamins B9, <strong>Folat</strong> die natürliche, bioaktive Variante. Aufgrund einer weit verbreiteten genetischen Variante können viele Hunde synthetische Folsäure nur unzureichend in die aktive Form umwandeln. Die Supplementation mit Folat ist daher effektiver. Entscheidend ist zudem der Zeitpunkt: Die Folsäurespeicher benötigen etwa vier Wochen bis zur vollständigen Sättigung. Da der Dermoid Sinus bereits um den 14. Trächtigkeitstag entsteht, muss die Supplementation <strong>spätestens vier Wochen vor dem errechneten Decktermin</strong> beginnen, nicht erst bei festgestellter Trächtigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der dritte Lösungsansatz ist die <strong>Erhöhung der genetischen Vielfalt</strong>. Hohe Inzuchtkoeffizienten begünstigen die Manifestation rezessiver Defekte wie des Dermoid Sinus. Der <strong>Partner-Check</strong> in der Ridgeback International Datenbank bewertet die genetische Kompatibilität zweier Hunde anhand eines Ampelsystems (Grün/Gelb/Rot) und berechnet den erwarteten Inzuchtkoeffizienten des Wurfes. Die gezielte Auswahl genetisch diverser Partner trägt langfristig zur Reduktion der Problematik bei.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wichtige Punkte</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Ridge-Gen-Sequenz 2.0 analysiert Enhancer und Silencer und ermöglicht präzise Vorhersagen zu Ridge-Qualität und Dermoid-Sinus-Risiko.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Eine saubere Ridge-Gen-Sequenz (wenig Silencer) korreliert mit standardkonformen Ridges und geringem Dermoid-Sinus-Aufkommen.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ridgedominante Hunde mit sauberer Sequenz stellen die optimale Zuchtbasis dar.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Folat ist der synthetischen Folsäure aufgrund besserer Bioverfügbarkeit bei vielen Hunden überlegen.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Folat-Supplementation muss mindestens vier Wochen vor dem Decktermin beginnen, um zur kritischen Embryonalphase wirksam zu sein.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Der Partner-Check mit Ampelsystem unterstützt die Auswahl genetisch kompatibler Zuchtpartner.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Erhaltung genetischer Vielfalt durch Vermeidung hoher Inzucht ist ein zentraler Schutzfaktor gegen Erbdefekte.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Kombination aus Sequenzanalyse, optimierter Ernährung und Inzuchtkontrolle bietet den derzeit effektivsten Ansatz zur Problemlösung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Ridge &#8211; Dermoid Sinus &#8211; Qualzucht</title>
		<link>https://mein.rr-club.de/knowledge-base/der-ridge-dermoid-sinus-qualzucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 09:50:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kurzzusammenfassung Der Ridge ist das charakteristische, aber rein kosmetische Rassemerkmal des Rhodesian Ridgebacks, dessen gezielte Selektion zur Stabilisierung des Erscheinungsbildes führte, jedoch auch das Auftreten des operativ behebbaren Dermoid Sinus begünstigt – ein Problem, das durch transparente Zuchtplanung und genetische Forschung zunehmend kontrollierbar wird. Podcast anhören TEIL 1 Hauptinhalt Der Ridge auf dem Rücken des [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kurzzusammenfassung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Der Ridge ist das charakteristische, aber rein kosmetische Rassemerkmal des Rhodesian Ridgebacks, dessen gezielte Selektion zur Stabilisierung des Erscheinungsbildes führte, jedoch auch das Auftreten des operativ behebbaren Dermoid Sinus begünstigt – ein Problem, das durch transparente Zuchtplanung und genetische Forschung zunehmend kontrollierbar wird.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Podcast anhören TEIL 1</h3>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://mein.rr-club.de/wp-content/uploads/podcast_73189_rhodesian_ridgeback_gesundheit_forschung_episode_1505738_teil_1_der_ridge_dermoid_sinus_qualzucht.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hauptinhalt</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Der Ridge auf dem Rücken des Rhodesian Ridgebacks ist ein rassetypisches Merkmal ohne funktionelle Bedeutung für den Hund. Es handelt sich um einen Streifen entgegengesetzt wachsender Haare entlang der Mittellinie, der laut Rassestandard an den Schulterblättern beginnt, bis zu den Hüfthöckern reicht, maximal fünf Zentimeter breit ist und zwei parallel gegenüberliegende Kronen (<strong>Crowns</strong>) aufweist. Dieses Merkmal tritt nicht nur beim Rhodesian Ridgeback auf, sondern auch bei anderen Hunderassen wie dem Thai Ridgeback und dem Phu-Quoc-Hund sowie bei Löwen, was auf ein evolutionär altes genetisches Signal hindeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die starke Selektion auf das standardkonforme Erscheinungsbild des Ridges führte seit der Rassegründung zu einer Verengung der genetischen Vielfalt. Hunde mit abweichenden Ridge-Formen, mehreren Crowns oder fehlendem Ridge wurden systematisch von der Zucht ausgeschlossen. Parallel zu dieser Selektion trat der <strong>Dermoid Sinus</strong> gehäuft auf – eine angeborene Hautzyste, die entlang der dorsalen Mittellinie vom Hinterhauptbein bis zum Rutenansatz vorkommen kann. Diese Zyste besteht aus einem nach außen geöffneten Hautkanal, der Haare und Talg produziert und sich unbehandelt entzündet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu anderen Qualzuchtmerkmalen wie Atemnot bei brachycephalen Rassen oder dauerhaften Skelettdeformationen ist der Dermoid Sinus durch einen einmaligen chirurgischen Eingriff vollständig behebbar. Die Operation erfolgt idealerweise zwischen der fünften und achten Lebenswoche und ermöglicht dem Hund ein beschwerdefreies Leben. Die Häufigkeit wird auf etwa sechs bis acht betroffene Welpen pro hundert Ridgebacks geschätzt, wobei unvollständige Erfassung und unterschiedliche Expressivität die tatsächliche Prävalenz verschleiern können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vererbung des Dermoid Sinus ist komplex und durch <strong>unvollständige Penetranz</strong> (nicht jeder Träger erkrankt) sowie <strong>variable Expressivität</strong> (unterschiedliche Ausprägungstiefe und Lokalisation) gekennzeichnet. Dies erschwert die Entwicklung eines einfachen Gentests. Zudem tritt der Dermoid Sinus auch bei Hunden ohne Ridge und bei anderen Rassen auf, was auf eine teilweise Unabhängigkeit vom Ridge-Gen hindeutet. Lösungsansätze liegen in der transparenten Dokumentation betroffener Würfe, der genetischen Testung aller Zuchttiere und der zentralen Datenerfassung in der Ridgeback International Datenbank, um Risikopaarungen frühzeitig zu erkennen und die Häufigkeit weiter zu senken.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wichtige Punkte</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Der Ridge ist ein kosmetisches Merkmal ohne physiologische Funktion für den Hund.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Der Rassestandard definiert Länge, Breite und Anzahl der Crowns des Ridges präzise.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Der Dermoid Sinus ist eine operativ vollständig behebbare, angeborene Hautzyste entlang der dorsalen Mittellinie.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Im Gegensatz zu dauerhaften Qualzuchtdefekten ist der Dermoid Sinus nach einmaliger OP lebenslang ausgeheilt.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Häufigkeit liegt bei etwa sechs bis acht Prozent der Ridgeback-Welpen.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Unvollständige Penetranz und variable Expressivität erschweren die genetische Vorhersage.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Transparente Meldung betroffener Würfe und zentrale Datenerfassung sind essenzielle Werkzeuge zur Reduktion des Problems.<br><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Ridgeback International Datenbank ermöglicht die systematische Erforschung und Kontrolle des Dermoid Sinus.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Drei Ansätze zur Reduktion des Dermoid Sinus in der Rhodesian Ridgeback Zucht</title>
		<link>https://mein.rr-club.de/knowledge-base/drei-ansaetze-zur-reduktion-des-dermoid-sinus-in-der-rhodesian-ridgeback-zucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 10:49:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Dermoid Sinus (DS) stellt als Neuralrohrdefekt eine ernstzunehmende Herausforderung in der Zucht des Rhodesian Ridgeback dar. Erfreulicherweise stehen Züchtern heute mehrere Werkzeuge zur Verfügung, um das Risiko des Auftretens dieser Fehlbildung gezielt zu minimieren. Nachfolgend werden drei zentrale Ansätze erläutert, die sich in der Praxis bewährt haben und idealerweise kombiniert zum Einsatz kommen sollten. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Dermoid Sinus (DS) stellt als Neuralrohrdefekt eine ernstzunehmende Herausforderung in der Zucht des Rhodesian Ridgeback dar. Erfreulicherweise stehen Züchtern heute mehrere Werkzeuge zur Verfügung, um das Risiko des Auftretens dieser Fehlbildung gezielt zu minimieren. Nachfolgend werden drei zentrale Ansätze erläutert, die sich in der Praxis bewährt haben und idealerweise kombiniert zum Einsatz kommen sollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Gründliche Analyse der Zuchthunde anhand der Ridgeback International Datenbank</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste und grundlegendste Ansatz besteht in der sorgfältigen Prüfung der für die Zucht vorgesehenen Hunde. Eine unverzichtbare Ressource hierfür ist die <strong>Ridgeback International Datenbank</strong>. In dieser Datenbank findet sich vor der Zuchtbuchnummer des jeweiligen Hundes eine Angabe in eckigen Klammern. Diese Zahl gibt Auskunft über das statistische Risiko für Dermoid Sinus, welches auf Basis der Ahneninformationen und Nachzucht des Hundes berechnet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein verantwortungsvoller Züchter sollte diese Risikoziffer zwingend in die Paarungsplanung einbeziehen. Ziel ist es, Kombinationen zu wählen, die in der Summe einen möglichst niedrigen oder zumindest stabilen Wert aufweisen. Das konsequente Studium dieser Datenbankeinträge vor jedem Deckakt ist die Basis einer aufgeklärten und auf die Gesundheit der Rasse ausgerichteten Zuchtstrategie.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Prophylaktische Folsäure-Gabe bei der Zuchthündin</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Ansatz zielt auf eine nutritive Unterstützung während der kritischen Phase der Embryonalentwicklung. Analog zu Erkenntnissen aus der Humanmedizin bezüglich Neuralrohrdefekten hat sich die Supplementierung mit <strong>Folsäure (Vitamin B9)</strong> auch in der Rhodesian Ridgeback Zucht als sinnvolle Maßnahme etabliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird empfohlen, <strong>jede</strong> Zuchthündin – unabhängig von ihrem individuellen genetischen Risikoprofil – mit Folsäure zu versorgen. Um eine optimale Wirksamkeit zu erzielen, sollte die Gabe idealerweise <strong>sechs bis acht Wochen vor dem geplanten Deckakt</strong> beginnen und während der gesamten Trächtigkeit fortgeführt werden. Diese zeitliche Vorlaufphase ist entscheidend, damit der Körper der Hündin ausreichende Folat-Reserven aufbauen kann, die für den frühen Schluss des Neuralrohrs bei den sich entwickelnden Welpen benötigt werden. Die Dosierung sollte in Absprache mit einem fachkundigen Tierarzt festgelegt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3. Kenntnis und Berücksichtigung der Ridge-Gen-Sequenz der Elterntiere</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der dritte Ansatz greift auf das detaillierte Wissen über die molekulargenetischen Grundlagen des Ridge und der assoziierten Modifikatoren zurück. Spezifisch geht es hier um die Sequenz auf <strong>Chromosom 18</strong>, wo Enhancer und Silencer die Genexpression steuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschung zeigt, dass insbesondere die Anzahl und Konstellation der <strong>Silencer</strong> eine entscheidende Rolle für die Stabilität der Entwicklung spielt. Vereinfacht gilt die Faustregel: <strong>Viele Silencer in der genetischen Ausstattung der Elterntiere bedeuten ein potenziell erhöhtes Risiko für DS.</strong> Züchter, die Zugang zu detaillierten Testergebnissen (wie dem Ridge Gene Test 2.0) haben, können diese Information nutzen, um Paarungen zu vermeiden, die eine ungünstige Anhäufung von Silencern in der Nachzucht erwarten lassen. Dieser Ansatz erfordert ein tieferes genetisches Verständnis, bietet aber die präziseste Möglichkeit, langfristig auf eine Reduktion der Disposition hinzuarbeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abschließend</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die effektivste Strategie zur Eliminierung des Dermoid Sinus liegt in der Kombination dieser drei Ansätze: der vorausschauenden Nutzung der Zuchtdatenbank, der konsequenten metabolischen Unterstützung durch Folsäure und der intelligenten Interpretation der Ridge-Gen-Sequenz. Durch das Zusammenspiel von Zuchtplanung, Ernährung und Genomik lässt sich das Risiko für diese Fehlbildung signifikant senken und die Gesundheit der Rasse nachhaltig fördern.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ridgelos oder doch nicht?</title>
		<link>https://mein.rr-club.de/knowledge-base/ridgelos-oder-doch-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 10:34:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Is er da is er weg… Ein Rhodesian Ridgeback, der ohne Ridge geboren wird, ist genau wie seine Geschwister ein ganz normaler Hund. Der Ridge ist lediglich ein Merkmal, welches keinerlei Notwendigkeit hat.&#160; Der Ridge wächst auch nicht später nach.&#160; Bei einer Wurfkontrolle wurden diese faszinierenden Bilder aufgenommen. Ab und zu kommt es vor, dass [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Is er da is er weg…</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Rhodesian Ridgeback, der ohne Ridge geboren wird, ist genau wie seine Geschwister ein ganz normaler Hund. Der Ridge ist lediglich ein Merkmal, welches keinerlei Notwendigkeit hat.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ridge wächst auch nicht später nach.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer Wurfkontrolle wurden diese faszinierenden Bilder aufgenommen. Ab und zu kommt es vor, dass der Ridgelose Hund beim Streicheln in entgegengesetzter Richtung (von Rute zum Kopf über den Rücken gestreichelt) teilweise Ansätze eines Ridges zeigt. Beeindruckend, oder?</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dieser Welpe ist aus einer Ridge dominanten Verpaarung und ist selbst R/R mit der Sequenz 45-10-6</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Beide Hunde sind R/R und haben die Ridge Sequenzen 2-5-6 (Vater) und 45-10-6 (Mutter)</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ridge Gen Sequenzen erhalten zur einfachen Wiedererkennung eine Bezeichnung (einen Namen). Dieser Name besteht aus drei Zahlen, die durch einen Bindestrich getrennt werden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fakten zum Ridge</title>
		<link>https://mein.rr-club.de/knowledge-base/fakten-zum-ridge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 10:29:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Weltweit größte Ridge Gen und Dermoid Sinus Studie Teilnehmende Hunde aktuell 4378 mit vollständiger Genom Sequenzierung (Illumina Canine high-density SNP array + Axiom Canine HD array) Was wir bis jetzt wissen Ridge Gen Ergebnisse Das einfache Ridge Gen lässt sich testen. Folgende Ergebnisse sind möglich. „Blaue“ Gensequenzen nur bei Ridgefesten RR []()Rr Hunde verpaart mit Rr vererben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Weltweit größte Ridge Gen und Dermoid Sinus Studie</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Teilnehmende Hunde aktuell 4378</strong> mit vollständiger Genom Sequenzierung (<em>Illumina</em> Canine high-density SNP array + Axiom Canine HD array)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was wir bis jetzt wissen</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ridge Gen Ergebnisse</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Das einfache Ridge Gen lässt sich testen. Folgende Ergebnisse sind möglich.</em></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>RR – Der Hund hat zu 98 % einen Ridge</li>



<li>Rr – Der Hund hat zu 92 % einen Ridge. Hat er keinen Ridge, aber ein Ridgegen Rr wird dies Silence Gen genannt</li>



<li>rr – Der Hund ist Ridgelos und trägt kein Ridge Gen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Blaue“ Gensequenzen nur bei Ridgefesten RR</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Silencer können auch bei R/R Hunden vorkommen. Die Anzahl der Silencer beeinflusst die Wahrscheinlichkeit, dass im Wurf ridgelose Welpen geboren werden.  Mit zunehmender Anzahl der Silencer steigt auch das Risiko für Dermoid Sinus (DS).</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">[<br>]()<strong>Rr Hunde verpaart mit Rr vererben nicht gleich viele Ridgelose</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>In der Gensequenz lässt sich deutlich erkennen, das nicht Ridge dominant getestete Hunde trotzdem sehr unterschiedlich in ihrer Anzahl der Silencer sind. Die Anzahl der Ridgelosen Welpen ist sehr unterschiedlich. Sie ist auch vorhersagbar!</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es gibt R/r Hunde aus denen NIEMALS ein R/R Hund entsteht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche NICHT Ridge dominante (Rr) Hunde haben einen bestimmten Block von Markern der verursacht, das alle Nachkommen NIEMALS Ridge dominant sein können !</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rr Silence (Ridgeloser Hund) mit Rr verpaart bringt wieder RR</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ridge Gen eines Rr Silence Hundes wird genauso wie das eines Rr Hundes vererbt und es entstehen neben eventuellen Ridgelosen und nicht Ridgefesten Hunden auch Hunde die den Ridge wieder dominant vererben können (RR). Auch zwei Ridgelose Hunde die ein Ridge Gen (Rr Silence) haben und verpaart werden bringen Hunde mit Ridge hervor und auch solche die wieder RR (Ridge dominant) sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch Ridgelose Hunde haben Dermoid Sinus</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird immer wieder behauptet, das es keine Ridgelosen Ridgebacks gibt die einen Dermoid Sinus haben. Das ist definitiv nicht der Fall, auch diese Hunde können einen DS haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald Rr (nicht Ridge dominant) Hunde, oder rr (Ridgelose) Hunde verpaart werden, steigt das Risiko für DS nachweislich extrem an !</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Multicrown als Vorwarnung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wir wissen, entstehen durch Rekombinationen in der Gensequenz Fehler, in Form von Ridgefehlern und Dermoid Sinus. Der Multicrown (drei und mehr Crowns im Ridge) ist sozusagen eine Vorwarnung und stark assoziiert mit dem Dermoid Sinus. Das bedeutet nicht, dass Hunde mit einem Multicrown im Ridge auch automatisch einen Dermoid Sinus haben, sondern vielmehr, dass viele Fehler beim Rekombinieren stattgefunden haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quelle: Statistik aus 118.000 Ridgebacks und ihre Nachzuchten</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die meisten Dermoid Sinus entstehen …</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">bei der Kombination RR x Rr und Rr x Rr&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">RR x RR Verpaarungen haben statistisch gesehen deutlich weniger Dermoid Sinus Nachkommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Taucht ein Dermoid Sinus auf in RR x RR Verpaarungen, haben diese Hunde sehr viele Silencer in ihrer Ridge Gen Sequenz</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Aktuell investiert in diese Forschung 169.000 Euro</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Stephanie Müller (Leiterin des Forschungsprogramms)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Ridge und seine Form</title>
		<link>https://mein.rr-club.de/knowledge-base/der-ridge-und-seine-form/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 10:16:47 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://mein.rr-club.de/?post_type=epkb_post_type_1&#038;p=2073</guid>

					<description><![CDATA[Der Ridge Wir wissen, das der Ridge schon durch die Ägypter beschrieben wurde und ein sehr altes Merkmal ist. Was sagt uns das eigentlich ? Das bedeutet vor allen Dingen, das er in der Genetik unserer Ridgebacks tief verwurzelt ist. Seine Form, die Anordnung der Crowns, die länge des Ridge und das er genau da [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Der Ridge</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen, das der Ridge schon durch die Ägypter beschrieben wurde und ein sehr altes Merkmal ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was sagt uns das eigentlich ?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet vor allen Dingen, das er in der Genetik unserer Ridgebacks tief verwurzelt ist. Seine Form, die Anordnung der Crowns, die länge des Ridge und das er genau da ist wo wir ihn kennen, auf dem Rücken unserer Hunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nicht nur ein einzelnes Gen den Ridge formt sollte spätestens jetzt klar sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Das, was seit dem Jahr 2015 getestet werden kann, ist das Ridge Gen.&nbsp;</em></p>



<h4 class="wp-block-heading">Wofür ist das Ridge Gen gut?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich mit meinem Ridgeback einen Ridge Gen Test durchführe, erhalte ich folgende Ergebnis Möglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. R/R – Ridge dominant – Mein Hund hat zu 98 % einen Ridge und vererbt jedem seiner Kinder ein großes „R“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. R/r – Ridge heterozygote – Mein Hund hat nicht sicher einen Ridge (das sehe ich ja wenn ich meinen Hund anschaue), aber ein Ridge Gen nämlich das große „R“. Er kann ein großes „R“ oder ein kleines „r“ vererben. Hunde die ein R/r Gen haben, aber keinen Ridge, nennen wir Silence Gen Träger.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. r/r – Mein Hund hat keinen Ridge und kann ihn auch nicht vererben an seine Nachkommen.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Was hat das jetzt mit dem Aussehen des Ridge zu tun?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Überhaupt nichts…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie der Ridge dann aussieht wird nicht vom uns bekannten &nbsp;Ridge Gen gesteuert. Jedes Haar im Ridge bekommt bei der Entstehung eines Welpen im Mutterleib den „Auftrag“, sich an einer bestimmten Stelle zu entwickeln, welche dann die Form des Ridges in all seinen Variationen darstellt.</p>
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